Diät
Die ersten heißen Tage des Sommers sind bereits vergangen, viele Menschen haben ihre kurzen Hosen und Röcke aus dem Vorjahr wieder ausgepackt. Oftmals wird bei der Anprobe der Kleidung aber ersichtlich, dass jetzt das eine oder andere Pfund mehr auf den Rippen vorhanden ist. Sowohl Frauen als auch Männer sind nun bestrebt, diese Pfunde so schnell wie möglich wieder zu verlieren, um im Sommeroutfit eine gute Figur zu machen.
Daher haben gerade im Frühjahr und im Sommer Diäten Hochkonjunktur. In nahezu jeder Zeitschrift, im Internet und sogar im Fernsehen werden verschiedene Diäten detailliert beschrieben und Abnehmwillige zum Mitmachen animiert. Hier findet man unter anderem die Nudeldiät, die Ananas-Diät, die Erdbeerdiät und die Eiweiß-Diät, die alle in nur kurzer Zeit wahnsinnige Erfolge versprechen. Um den Erfolg einer solchen Diät dann aufzuzeigen, findet man in vielen Fällen gleich noch Berichte von Menschen, die hiermit bereits zahlreiche Kilos verloren haben.
Menschen, die abnehmen wollen, sollten sich von solchen Versprechen jedoch nicht blenden lassen. Ein Verlust von mehr als einem Kilo Körpergewicht pro Woche ist nämlich nicht mehr gesund, sondern schadet dem Körper in hohem Maße. Viele dieser Diäten zielen ohnehin vor allem auf den Verlust von Wasser, wodurch in den ersten Tagen die Reduktion von Gewicht erreicht wird. Fett hingegen, der Auslöser der Speckrollen an Hüften und Po, wird so jedoch nicht abgeschmolzen. Vielmehr muss nach dem Ende der Diät mit dem bekannten Jo-Jo-Effekt gerechnet werden, der durch die einseitige Ernährung und die hieraus entstandenen Mangelerscheinungen des Körpers entsteht. Das Abnehmen sollte daher in kleinen Schritten und vor allem langsam erfolgen. Wichtig ist hierbei, dass keine radikale Diät angewandt wird, sondern dass die gesamte Einstellung zum Essen geändert wird.
Abhängig davon, wie viel Gewicht der Abnehmwillige auf die Waage bringt, sollte vor der Diät ein Arzt aufgesucht werden. Er kann vorab den Blutdruck sowie die Blutfettwerte bestimmen und ggf. sogar einen Trainingsplan aufstellen. Bewegung ist bei einer Diät nämlich ebenso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung. Gibt der Arzt sein O.K., kann mit der Umstellung der Ernährung begonnen werden. Zu Beginn ist es wichtig, dass man sich über die wichtigen Bestandteile der Ernährung, den Fetten, dem Eiweiß sowie den Kohlenhydraten, informiert. Hilfe bieten sowohl das Internet als auch verschiedene Bücher sowie Ernährungsberater der Krankenkassen. Nur wer weiß, welche Lebensmittel vom Körper positiv aufgenommen werden und welche Nahrungsmittel eher gemieden werden sollen, kann sich anschließend bei der Zusammenstellung des Ernährungsplans, auch danach richten.
Grundsätzlich sollte man sich an der Ernährungspyramide orientieren, die von Ernährungswissenschaftlern aufgestellt wurde. Danach sollten mehrmals täglich Brot, Kartoffeln und Reis gegessen werden, da sie für Energie im Körper sorgen, diesen aber nicht belasten. Zu beachten ist hierbei, dass vor allem Vollkornprodukte verzehrt werden, da sie langsamer verdaut werden, das Hungergefühl sinkt. Croissants hingegen, die sehr viel Fett aufweisen, sollten hingegen eher gemieden werden. Neben den Getreideprodukten sind natürlich auch Obst und Gemüse wichtige Lebensmittel, die bestenfalls fünf Mal am Tag gegessen werden sollten. Hierbei kann jeder natürlich seine Vorlieben wählen. Wer beispielsweise keine Äpfel mag, kann vermehrt Bananen, Kirschen oder aber Gurken essen. Der besondere Vorteil von Obst und Gemüse ist der hohe Wassergehalt, wodurch nur wenige Kalorien aufgenommen werden. Auch verfügt Obst und Gemüse über hochwertige Kohlenhydrate. Milch, Milchprodukte und Fisch sind neben Eiern und Wurst weitere Bestandteile der Ernährungspyramide, sie dürfen daher auf keinem Speisezettel fehlen. So können Milchprodukte bis zu zweimal täglich gegessen werden, Fisch sollte aufgrund der hochwertigen Fette mindestens einmal in der Woche auf dem Speiseplan stehen. Sowohl Fleisch wie auch Eier können zwei bis dreimal pro Woche verzehrt werden. Auch in diesen Fällen sollte auf Sorten mit möglichst wenig Fett geachtet werden, beispielsweise auf Magerjoghurt oder fettarmer Schinken.
Während der Diät sollten in jedem Fall tierische Fette sowie Süßigkeiten und auch Alkohol nur mäßig verzehrt werden, denn sie belasten den Körper.
Fazit: Die Umstellung der Ernährung ist ein erster Schritt, Körpergewicht zu verlieren und vor allem dauerhaft abzunehmen. Wer dann noch mindestens zweimal pro Woche Sport treibt (Rad fahren, schwimmen, walken), wird bald eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands erleben, was auch auf die allgemeine Stimmungslage Positiv wirkt.
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